Bauernhortensien - Hydrangea macrophylla

Boden:
Standort: Halbschatten
Herrkunft: Japan
Höhe: 200 cm
Breite: 150 cm
Wuchsrichtung: buschig
Blätter: sommergrün
Blattfarbe: grün
Blüte: Juni bis September
Blütenfarbe:
Frucht:
Pflege:
Feuchtigkeit: hoher Bedarf
Winterhart: ja
Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Klasse:
Ordnung: Hartriegelartige (Cornales)
Familie: Hortensiengewächse (Hydrangeaceae)
Unterfamilie: Hydrangeoideae
Tribus:
Untertribus:
Gattung: Hortensien
Art: Gartenhortensie
Wissenschaftlicher Name: Hydrangea

Die Hortensien sind eine Pflanzengattung in der Familie der Hortensiengewächse. Sorten einiger ihrer Arten sind beliebte Ziersträucher. Die in Mitteleuropa bekannteste darunter ist die Gartenhortensie.

Das Auffällige in ihren Blütenständen sind weniger kleine fruchtbare Blüten als vielmehr unfruchtbare Schaublüten mit großen, farbigen oder weißen Kelchblättern, die am Rand des Blütenstandes stehen; bei den Zuchtformen der Gartenhortensie haben alle Blüten vergrößerte Kelchblätter und sind unfruchtbar.

Bei Hortensien-Arten handelt es sich um verholzende Pflanzen: Halbsträucher, Sträucher, kleine Bäume oder Lianen. Es gibt sowohl immergrüne wie laubabwerfende Arten. Auch die Behaarung kann je nach Art ganz unterschiedlich ausfallen.

Vorkommen

Die Hydrangea-Arten der Gattung sind größtenteils in gemäßigten bis warm temperierten Gebieten Ostasiens verbreitet. Nur wenige Arten kommen auch aus Südostasien und Nord- und Südamerika und den Azoren vor.

Der ganz überwiegende Teil der Arten wächst als Unterbewuchs in Wäldern.

Pflege

Das Wichtigste bei der Pflege von Hortensien ist die Wasserversorgung. Bei trockenem und warmen Wetter muss auf ausreichend Bodenfeuchtigkeit geachtet werden, gegebenenfalls ist zu wässern.
Hortensien im Topf dürfen nie austrocknen. Allerdings können Hortensien auch empfindlich auf Staunässe reagieren, darauf ist besonders bei Topfhortensien zu achten. So genannte Zimmerhortensien können im Sommer ins Freie. Sie können auch im Garten ausgepflanzt werden.

Hortensien düngen

Hortensien mit stickstoffbetonten Volldünger mit wenig Phosphor düngen. Es gibt im Handel spezielle Hortensiendünger, aber auch Dünger für Rhododenron und Azaleen sind geeignet. Die meisten Blaukorn- Dünger hingegen haben einen hohen Phosporgehalt und sind für Hortensien weniger geeignet. Insbesondere bei blauen Hortensien kann zuviel Phosphor die Blüte wieder pink erscheinen lassen, da die Aluminiumverbindungen nicht von der Pflanze aufgenommen werden können. Hortensien in kleineren Töpfen sollten mit einem Flüssigdünger für Hortensien oder Azaleen gedüngt werden.

Hortensien schneiden

Wie und ob überhaupt eine Hortensie geschnitten werden sollte, hängt von der Art ab.
Größere Schnittmaßnahmen sind bei den meisten Hortensienarten nicht notwendig. Bei Bauernhortensie/Japanhortensie, Tellerhortensie und Kletterhortensie genügt es meist abgestorbene und erfrorene Triebe zu entfernen. Da die Blütenknospen werden bei diesen Arten bereits im Vorjahr angelegt werden, sollten Bauernhortensien im Frühjahr nicht stark geschnitten werden.

Krankheiten bei Hortensien

Hortensien sind eigentlich sehr unempfindlich gegen Krankheiten und Schädlinge.
Gelegentlich werden Hortensien von Blattläusen, Schildläusen und Spinnmilben befallen. Meist ist dies das Ergebnis von nicht optimalen Kulturbedingungen, z.B. wenn Hortensien als Zimmerpflanzen gehalten werden. Ausgepflanzte Hortensien werden sehr selten von Schädlingen befallen.
Zu Hortensienkrankheiten gehören Chlorose (gelbe Blätter mit grünen Adern) und echter Mehltau. Während der echte Mehltau nur schwer zu bekämpfen ist, ist der Chlorose relativ leicht beizukommen. Die Chlorose deutet darauf hin, dass der Boden zu basisch (hoher pH-Wert) ist und/oder zu wenig Eisen enthält. Dies kann durch Düngergabe und Beimischen von saurer Erde (Rhododendronerde/Torf) behoben werden.

Überwintern von Hortensien

Die meisten bei uns erhältlichen Hortensien sind winterhart, ein leichter Winterschutz (Reisig) ist aber empfehlenswert, er verhindert bei vielen Hortensienarten das Herunterfrieren der Triebe und unterstützt so einen schönen Austrieb und vor allem eine reiche Blüte im Folgejahr. Wenn im Frühjahr der Austrieb der Hortensien (Bauernhortensie, Tellerhortensie) begonnen hat, können späte Fröste die jungen Triebe samt den Blütenansätzen erfrieren lassen. Bei angekündigten Spätfrösten können Hortensien z.B. mit Flies temporär abgedeckt und so geschützt werden.
Hortensien in kleinen Töpfen und Kübeln sollten frostfrei aber kalt überwintert werden (3-5°C). Ab einem Kübeldurchmesser von 30-40 cm kann die Hortensie auch an einem windgeschützten Ort im Freien überwintern, dann mit leichtem Winterschutz.
Kletterhortensien benötigen keinen besonderen Winterschutz.

Blaufärben von Hortensien und erhalten der blauen Farbe

Einige Sorten der Gartenhortensie (Bauernhortensie) und Tellerhortensie haben die Anlage bei entsprechenden Bodenverhältnissen blau zu blühen. Blaublühende Hortensien blühen aber mit der Zeit oft pink.
Damit die blauen Hortensien weiter blau blühen und pinke Hortensien (wieder) blau gefärbt werden können, ist sehr wichtig, schon beim Pflanzen auf die richtigen Bodenverhältnisse zu achten. Wichtig für eine blaue Blüte sind der pH-Wert (Boden ist sauer oder alkalisch) und das vorkommen von Aluminium. Weiße und reinrote Hortensien behalten Ihre Farbe, gleich welcher pH-Wert der Boden hat. Blaue Hortensien benötigen einen pH Wert von 4,0 - 4,5. Das sind ähnliche Bodenbedingungen wie für Rhododendron. Bei saurem Boden sind also keine zusätzlichen Maßnahmen erforderlich, bei alkalischem Boden am besten das Pflanzloch großzügig ausheben und mit Rhododendronerde befüllen. Bei Pflanzung im Kübel/Topf einfach Rhododendronerde verwenden. Das letztendlich für die Blaufärbung verantwortliche Aluminium wird dem Boden durch Kalialaun (Alaun erhältlich in der Apotheke) oder im Fachhandel erhältliches Hortensienblau zugegeben. Dazu bereits im Frühjahr (sobald der Austrieb startet) 1-2 Esslöffel Kalialaun um die Pflanze streuen. Mit dem Niederschlag wird das Alaun in den Boden eingewaschen. Bei der Verwendung von Hortensienblau bitte den Angaben auf der Verpackung folgen. In der sauren Umgebung kann die Pflanze das Aluminium aufnehmen und es wird in die Farbstoffe der Blüten eingelagert. Um den sauren Boden zu erhalten ist insbesondere bei Pflanzung in Topf/Kübel darauf zu achten nur Regenwasser bzw. sehr weiches Wasser zu verwenden. Bei hartem Wasser verändert sich der pH-Wert wieder in Richtung alkalisch, die Pflanze kann die Aluminiumverbindung nicht aufnehmen. Blüht eine Hortensie pink, kann es leicht 2 Jahre dauern, bis die Alaungabe für eine Blaufärbung sorgt. Hier kann Geduld gefragt sein.
Aber Achtung, nicht alle rosa Bauernhortensien eignen sich gleichermaßen gut für die Blaufärbung. Es gibt Sorten die schneller den blauen Farbstoff bilden als andere.