Provence-Lavendel - Lavandula 'Grosso'

Boden: fruchtbar
Standort: volle Sonne / Halbschatten
Herrkunft:
Höhe: 70 - 90 cm
Breite: 60 cm
Wuchsrichtung: buschig
Blätter: wintergrün
Blattfarbe: grün
Blüte: Juli / August
Blütenfarbe: blauviolett
Pflege:
Feuchtigkeit:
Winterhart: bedingt
Systematik
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Klasse:
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Unterfamilie: Nepetoideae
Art: Echter Lavendel
Tribus:
Untertribus:
Gattung: Lavendel (Lavandula)
Wissenschaftlicher Name: Lavandula 'Grosso'

1972 entdeckt und benannt nach dem berühmten Lavendelbauer Pierre Grosso. In dieser Zeit gab es viele Probleme mit Pilzkrankheiten. Diese Sorte blieb allerdings verschont.
Mit diesem Lavendel holen sie sich die Provence in den Garten. Über einem kompakten Laubhorst stehen auf starken Stängeln die riesigen blau-violetten Blütenähren. Keine andere Sorte zeichnet sich durch so lange Blütenstände aus! Die Blütenähren sind gut zum Trocknen geeignet.

Am besten pflanzen Sie diese Sorte an einen geschützten Platz.

In der Provence wird aus Lavandula x intermedia, französisch Lavandin, das typische Lavandinöl gewonnen. Um möglichst viel Öl zu erhalten, war die Züchtung von Anfang an auf große Pflanzen mit großen Blütenständen ausgerichtet. Lavandin übt eine große Anziehungskraft auf Schmetterlinge aus duftet intensiv süßlich.

Das Lavandinöl ist weniger wertvoll und deshalb auch viel günstiger als das Öl des echten Lavendels; nichts desto trotz sind es wunderbare, aromatische Pflanzen, die uns sofort in Lavendelträumereien versetzen. Bei allen Lavandula x intermedia-Sorten ist ein guter Winterschutz nicht nur ratsam, sondern in kühlen Gegenden unerlässlich. Bei zu tiefem Rückschnitt und zur falschen Zeit reagiert Lavandin empfindlich.

Der Duft von blühendem Lavendel weckt so manche Assoziation. Für die einen ist es der Wäscheschrank der Großmutter, für die anderen die flirrende Hitze der sommerlichen Provence ...

Botanisch gesehen sind alle Lavendelarten keine Stauden, sondern Halbsträucher. Das bedeutet, dass Lavendel sich im Winter nicht wie die Stauden komplett in die unterirdischen Überwinterungsorgane zurückzieht, sondern dass er oberirdisch mit teils verholzten, teils krautigen, wintergrünen Trieben überwintert:
In der Gartengestaltung ein wertvoller Aspekt, den man durchaus berücksichtigen sollte, da er dem winterlichen Garten Struktur verleiht. Lavendel liebt möglichst vollsonnige Standorte und durchlässigen, kalkhaltigen Boden. Bereist man den Süden Europas, so gewinnt man gar den Eindruck, dass er auf nahezu reinem Kalkschotter noch zu gedeihen vermag. Ein gut dränierter Boden ist für Lavendel überlebenswichtig. Jegliche Staunässe, vor allem im Winter, kann ihm den Garaus machen!